Mittwoch, 30. März 2016

Bücher - eine Fortsetzung

Leben ohne Bücher? Geht gar nicht. Als Kind hatte ich ziemliche Mühe an eigene Bücher zu kommen, weil das Geld mehr als knapp war. Da blieb dann nur die Pfarrbücherei, und die war 4 km weg. Aber trotzdem bin ich immer tapfer dahin gestapft, um mich mit Lesestoff einzudecken. Das Beste waren damals die Bücher aus dem Schneider-Verlag, den gibt's gar nicht mehr. Dann habe ich die Nachbarstochter beneidet, die alle Regale voll hatte. Da gab es Nesthäkchen vom Kindergarten bis zum Altenheim, außerdem Pucki, ich glaube 23 Bände. Wenn man da heute drin liest, packt einen entweder das Grauen oder ein Lachanfall nach dem anderen. Was hat man damals - vor allem den Mädchen - für ein Weltbild vermittelt? Trotzdem greife ich zu, wenn ich auf einem Flohmarkt was davon entdecke. Es sind halt Erinnerungen, und es war eine andere Zeit. Gut, dass Veränderungen stattgefunden haben. Man stelle sich vor, dass heute unsere Töchter ihre Männer fragen müssen, ob sie ein Konto eröffnen dürfen! Na ja, als Erinnerung an kuschelige Schmökernachmittage am warmen Ofen sind sie in Ordnung, und auch ihnen gebührt ein Platz in meinem Regal.


Flohmärkte sind überhaupt etwas Wunderbares für Bücherliebhaber. Man staunt, was man da alles entdecken kann. Da werden Schätze entsorgt, und ich freue mich, wenn sie bei mir einen neuen Platz bekommen, z. B. auch dieser schöne Bildband über Frankreich.


Oder dieses Büchlein mit romantischen und z.T. richtig kitschigen Geschichten und Gedichten. Das Schönste daran sind eigentlich die liebevollen Verzierungen.



Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und sich vorzustellen, in wie vielen Wohnungen diese Bücher schon gewesen sind und dass sie ja wohl irgendwann einmal sehr bewusst ausgewählte Geschenke waren.

Aber zum Schluss möchte ich euch noch ein ganz neues Buch vorstellen, nämlich von Elke Heidenreich. Sie zeigt sich wieder als gute Beobachterin, göttliche Alltagsgeschichten. Es ist wirklich ein Genuss, sie zu lesen.




Kommentare:

  1. Liebe Magdalena,
    da kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, Bücher aus der Bücherei und von Freundinnen ausleihen, weil der Lese-Hunger zu Hause kaum gestillt werden konnte. Meine Favoriten waren die "5 Freunde-Bücher".
    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Ja, die kenne ich auch noch. Ich habe nachts unter der Bettdecke gelesen und dann fast mein Zimmer abgefackelt, weil die Glühbirne meine Bettdecke angekokelt hat.
      LG
      Magdalena

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  2. Liebe Magdalena,
    ich liebe diese alten Bücher auch. Gerade fiel mit Trotzdkopf wieder in die Hände.
    Es hatte sich in den Tiefen des Bücherschranks irgendwie versteckt.
    Leider muss ich mir Gedanken darüber machen, wem ich meine Bücher vererbe.Ich konnte
    mich bislang von nicht einem Buch trennen.Und daher sind es nun viele Hundert.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Das kann ich gut verstehen, Bücher kann ich gar nicht wegschmeißen.
      LG
      Magdalena

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  3. Liebe Magdalena
    Oh ja, Flohmärkte sind eine wahre Bücherfundgrube! Ich stöbere auch sehr gerne, muss aber sagen, dass ich die allermeisten Bücher wieder weiterziehen lasse, wenn ich sie gelesen habe. Bei mir bleiben eigentlich nur Deko- und Gartenbücher, aber die schaue ich mir dafür immer wieder mal an.
    Ich wünsche Dir einen schönen Frühlingstag und schicke herzliche Grüsse,
    Nadia

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