Dienstag, 19. Juli 2016

Lesen

Andrea und Ingrid beschreiben ihre Begeisterung für das Lesen. Da bin ich gerne dabei angesichts der Tatsache, dass so viele Leute durch die Straßen rennen und nur noch in ihren Handys "lesen".
Danke für so eine gute Idee.

1.Das Thema reizt mich natürlich sofort. Ich kann mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Ich habe ganz früh mit dem Lesen angefangen. Das erste Buch, an das ich mich erinnere, ist ein Buch meines Vaters. In diesem Buch gibt es das Bild von einem Fuchs, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat.
2.Lesen kann ich überall, am liebsten aber in meinem liebsten Sessel oder im Bett.
3.Früher habe ich Bücher verliehen, das mache ich jetzt nur noch ausnahmsweise (schlechte Erfahrungen)
4.Ich lese alles, nur Science Fiction ist nichts für mich.
5.Kunstbücher finde ich faszinierend und anregend
6.Mein besonderes Interesse gilt außerdem allen geschichtlichen Themen
7.Als Kind habe ich die Pfarrbücherei leer gelesen. Ein Buch hieß "Vagabunden der Straße", dann gab es eine Reihe Hilde und Heinz, die Tierfreunde. Ach Gott, habe ich das genossen.
8.Mein Bruder war Mitglied in einem Buchclub, so habe ich  Edgar Wallace und Agatha Christie kennengelernt. Ich habe mich doch so gerne gegruselt.
9. Mein Mädchenzimmer hatte leider eine Glastüre, also konnte meine Mutter immer sehen, wenn ich bis mitten in die Nacht gelesen habe. Das führte dann dazu, dass ich mit der Nachttischlampe unter der Decke gelesen habe und fast das Bett abgefackelt hätte.
10.Mit 14 war ich verrückt auf Karl May Bücher. Wir hatten einen schrecklich langweiligen Religionsunterricht, da habe ich unter dem Tisch Karl May verschlungen.
11.Mein ganzes Taschengeld ging drauf für Bücher. Ich glaube, meine Mitschülerinnen fanden mich ziemlich öde.
12. Flohmärkte waren meine Rettung. Was habe ich da für Schätze entdeckt.
13.Meinen Kindern habe ich immer vorgelesen und ich konnte sie mit der Freude am Lesen anstecken
14.Als ich meine Sprachkenntnisse so gesteigert hatte, dass ich französische und englische Bücher im Original lesen konnte, war das ein unglaubliches Glücksgefühl. Man taucht nochmal auf eine besondere Art in den Inhalt ein. Ich habe dadurch auch sehr gut nachempfinden können, wie wichtig gute Übersetzungen sind. Es gibt eine Krimireihe einer amerikanischen Schriftstellerin - Amanda Cross. Ihre Geschichten haben immer einen literarischen Hintergrund, vorzugsweise Shakespeare. Sie sind aber auch sehr witzig und da ich abends lesend und lachend im Bett lag, wollte mein Mann auch in diesen Genuss kommen. Also habe ich eine deutsche Ausgabe besorgt. Mein Mann hat sich also voller Freude auf dieses Buch gestürzt. Nach beendeter Lektüre guckte er mich nur an und fragte: Und was, bitte schön, ist an diesem Buch lustig? Ich also los auf die Übersetzung - und ja, es war völlig öde. Kompliment an den Göttergatten, dass er es überhaupt zu Ende gelesen hat. Von dem ganzen Witz war in der deutschen Ausgabe nichts vorhanden.
15.Meine allerliebsten Bücher sind ziemlich zerfleddert. Sie sind mir lieber als jeder Hochglanzband.
16.Ich liebe Krimis, allerdings ist mir wichtig, dass sie sprachlich in Ordnung sind. Bis heute sind mir die Bücher von Dorothy Sayers - studierte Theologin - mit die liebsten, sprachlich exzellent, mit dem herrlich skurrilen und doch sehr liebenswerten Lord Peter Wimsey.
17.Bilderbücher gehören zu den besten Bewohnern meiner Regale, ganz besonders liebe ich die Märchenausgaben mit Illustrationen von Bernadette.
18.Bildbände zu Naturthemen, neue Welten öffnen sich.
19. Zu meinen besonderen Büchern gehören auch die Fotoalben, die ich selbst gemacht habe.
20.Ich liebe den Besuch in Antiquariaten, man entdeckt Bücher, die ihre eigene Geschichte haben
21.Gartenbücher sind was für das Auge, denn die meisten Vorschläge kann ich bei mir sowieso nicht umsetzen, aber die herrlichen Bilder anzusehen genieße ich.
22.Kochbücher haben durchaus ihre Berechtigung, auch hier erfährt man Neues, bekommt Anregungen. Auch da bin ich auf Flohmärkten fündig geworden.
23. Nachschlagewerke faszinieren mich. Sie sind zwar aus der Mode gekommen, aber ich blättere gerne darin. Man entdeckt viele überraschende Dinge.
24. Hörbücher habe ich auch, die haben ihre Berechtigung beim Stricken und Nähen.
25. Und zuletzt erwähne ich ein wunderschönes Liederbuch, in das ich mich als Kind völlig versenken konnte. Es lag immer auf dem alten scheppernden Klavier meiner Eltern. Irgendwann war es verschwunden. Ich fürchte fast, meine Mutter hat es entsorgt, weil es so zerfleddert war. Dann, als ich schon verheiratet war, entdeckte ich dieses Buch in einem Musikladen, genau so wie ich es in Erinnerung hatte. Ich war völlig aus dem Häuschen und kurz darauf lag ein Päckchen auf dem Tisch, mein lieber Mann hat mir dieses Buch geschenkt.
Ach, ich könnte noch so viel erzählen, ganze Bücher voll!!!!!!










Kommentare:

  1. Ich könnte mir ein Leben ohne Bücher auch nicht vorstellen, und ich mag es ausserdem sie noch in der Hand zu halten, zu spüren und auch zu riechen. Mich haben selbst nach hier sehr viele alte Kinderbücher begleitet, neben natürlich all meinen anderen Büchern. Allerdings die alten Bücher verleihe ich auch nicht gerne, hängt irgendwie mein Herz dran.


    Ein schöner Post, viel von dir erfahren und auch viel gemeinsam.

    Hab einen schönen Tag und liebe GRüsse

    N☼va

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    1. Ich danke Dir ganz herzlich für Deine immer so netten Kommentare und grüß mir nochmal die lustigen Wolken.
      Magdalena

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  2. Schön, dass du mitgemacht hast. Man erfährt nicht nur interessante Dinge, sondern bekommt auch noch Anregungen.
    LG, Ingrid

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    1. Ich war sehr gerne dabei, und das mit den Anregungen stimmt.
      Bis bald!
      Magdalena

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  3. Hallo Magdalena. Herrlich deine alten Bücher da werden Erinnerungen wach. Auch ich lese gern. Am liebsten die neuesten Bestzeller und sonst quer durch alle Fachgebiete. Viel Spaß beim lesen.
    Eine angenehme Woche und liebe Grüße Jana.

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    1. Ich wünsche Dir auch eine schöne Woche, vor allem mit Deinen schönen Blumen. Querbeet, nicht nur bei den Büchern.
      LG
      Magdalena

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  4. Oh. Karl May... klar, den hab ich glatt vergessen... Deine 25 Punkte sind auch sehr schön. Lesen ist doch unglaublich toll. Übersetzungen sind manchmal wirklich räudig.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Im Rückblick finde ich es teilweise total lustig, was man sich da alles gegönnt hat. Ich war gerne dabei.
      Magdalena

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  5. Schön, auch deine Lesegewohnheiten und -erinnerungen kennenzulernen... Und oh, du hast mir ein Buch "ausnahmsweise" geliehen..., das zählt jetzt noch mal doppelt... Am Donnerstag kommt es wieder mit auf Bahnreise ;-) Lieben Gruß Ghislana

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    1. Liebe Ghislana, sehr gerne. Ich hatte auch überhaupt keine Bedenken. Man muss nur mal bei Dir lesen, dann weiß man das. Genieß den Sommer!
      Magdalena

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  6. Liebe Magdalena,
    das ist wunderbar was es hier zu lesen gibt und so schön mehr von Dir zu erfahren.
    Die Bücher ein Leben ohne geht nicht, auch bei mir, neuerdings auch nichts mehr ohne meinen Sohn der mir immer wieder neue Regale einbaut :). Ich sammle seit ein paar Jahren leidenschaftlich Kochbücher aber nicht nur, auch die Krimis lassen mich nicht los und alles über ferne Länder usw. Der Karl May den habe ich auch in diesem Alter verschlungen man ist das lange her. Danke für den schönen Post und noch eine wunderschöne Woche mit viel lesen im Liegestuhl :).
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  7. Danke Dir. Nicht wahr, was wären wir ohne Bücher? Schön, dass Du vorbeigeschaut hast.
    LG
    Magdalena

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  8. ohhhh..
    Erinnerungen..
    viele Gemeinsamkeiten.. ;)
    ich hatte sogar einmal Leseverbot von meiner Mutter..
    nicht mehr als 2 Bücher aus der Schulbiblithek die Woche mitbringen..
    natürlich hab ich einen Weg gefunden das zu umgehen ;)
    liebe Grüße
    Rosi

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