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Montag, 2. Juli 2018

Reisegrüße 12

Nach unserem Ausflug zu Walen und Delphinen haben wir uns Zeit genommen, die beeindruckenden Sicherungsarbeiten entlang der Küste zu betrachten. Erdbeben und Zyklon sorgen für einen riesigen Berg an Arbeit und die gesamte Küstenstraße muss repariert oder befestigt werden.


Die Qualität der Bilder ist etwas mangelhaft. Das liegt daran, dass ich immer durch die Frontscheibe fotografieren musste. Man durfte nirgendwo anhalten.


Nach dem letzten Erdbeben 2016 hat sich der Meeresboden um mehrere Meter erhoben. Alles, was hell schimmert, lag vorher unter dem Meeresspiegel.




Nahe Kaikoura gibt es eine Robbenkolonie, der man sich auf ziemlich geringe Distanz nähern kann.



Hier ist der Tisch gedeckt.




An unserem Abschiedsmorgen zeigte sich die Bucht in ihrer ganzen Pracht mit den frisch beschneiten Bergen.



Da es mal wieder Erdrutsche gegeben hatte, konnten wir nicht über die Küstenstraße Richtung Christchurch fahren, sondern mussten wieder den Weg durch die Berge nehmen. Wir haben uns gefreut, denn dieses tolle Panorama war auf der Hinreise im Regen verschwunden.



Und dann erreichten wir die Stadt, die ich besonders in mein Herz geschlossen habe: Christchurch.
Es war immer die englischste der neuseeländischen Städte, aber seit dem schlimmen Erdbeben 2011 ist die Stadt gezeichnet.



Das Tor der zerstörten Kathedrale schicke ich zu Nova.



Die Innenstadt wurde praktisch komplett zerstört. Aber die Menschen strahlen trotzdem so eine Zuversicht und Gelassenheit aus, das hat uns sehr berührt.



Eine nett hergerichtete Kneipenstraße, durch die auch die nostalgische Tram fährt.



Alle alten Gebäude, die noch irgendwie zu retten sind, sollen wieder hergerichtet werden, aber der eigentliche Stadtkern soll als moderne und erdbebensichere Stadt wieder entstehen.



Wir haben das Dokumentationszentrum über das Erdbeben besucht und uns die Zeugenaussagen angesehen. Eine junge Frau, die gerade zum Lunch gehen wollte, sagte: Sie müssen sich vorstellen, dass die Straße sich so bewegt, als würden Sie eine Decke aufschütteln. Nach dem Besuch der Dokumentation brauchten wir Ruhe. Der Botanische Garten war genau der richtige Ort. Was ich nicht wusste: Christchurch hat mit dem wunderbaren Garten und dem daran anschließenden Park die größte innerstädtische Grünfläche weltweit. Wir haben es sehr genossen. Den Bäumen macht das Beben nichts. Sie schaukeln einfach mit.







So sah früher ein großer Teil der Innenstadt aus.
Eine kleine Geschichte zu den Menschen in dieser Stadt: wir sind mehrfach Bus gefahren und erlebten eine warmherzige Hilfsbereitschaft, wenn es darum ging, die richtige Haltestelle zu finden. Aber was uns wirklich beeindruckt hat war, dass, wann immer jemand an einer Haltestelle ausstieg, der Busfahrer fröhlich rief "Thank you" und die Aussteigenden antworteten genauso fröhlich "Thank you", auch die Kaugummi kauenden Jugendlichen, die Jungen und die Alten. Wunderbar!


Nach 3 Tagen in Christchurch ging es Richtung Südalpen durch weite Täler, an grün leuchtenden Seen vorbei.



Kommentare:

  1. Liebe Magdalena,
    ich hoffe so sehr, dieses Land einmal (eines nicht zu fernen Tages) besuchen zu können und kennenzulernen. Trotzdem es immer wieder von schlimmen Erdbeben und Wetterkrisen geschüttelt wird, hat es sich so viel Schönheit bewahrt, und ganz offensichtlich haben sich die Menschen dort auch ihre freundliche Umgangsweise bewahren können, das ist heutzutage wirklich eine Besonderheit! Vielen Dank fürs Mitnehmen, und ich bin SEHR froh, dass diese Prachtbäume das Erdbeben überlebt haben!
    Ich wünsche dir einen wunderbaren Start in den Juli,
    herzlichst, die Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/07/bahntrip-nach-budapest-teil-1.html

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  2. Wieder so ein wundervoller Ausflug in eine doch "andere Welt". Ich finde es auch immer noch erstaunlich wenn Menschen dennoch so gelassen und fröhlich sein können obwohl die Schlimmes erfahren oder erfahren mussten. Das zeigt mir immer wieviel doch auf "hohen Niveau" gejammert werden kann. Macht mich im Grunde immer wütend, weil ich es hier auch erleben kann....

    Tolle Aufnahmen und ich kann mir auch gut vorstellen dass der Besuch des Parks nach solchen Eindrücken genau das Richtige war um ein wenig "runterzukommen".

    Danke dir dass du uns mitgenommen hast. Mir hat es wieder sehr gefallen und auch ein dankeschön dass du mit diesem T mit dabei bist.

    Wünsche dir noch einen wundervollen Tag und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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  3. Lieb MAgdalena,
    danek für diesen interessanten und auch erschütternden Teil Deines Reiseberichts! Wahsninn, daß ihr auch direkt in dem von den starken Erdbeben betroffenen Gebieten wart! Ich hoffe auch, daß sie da alles wieder aufbauebn önnen und erdbebensicherer machen können!
    Danke, daß Du uns auch diese Teil Eurer tollen Reise so nah gebracht hast! Ein wirklich wudnderbares Land mit wunderbaren Menschen!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  4. Was für herrliche Reisebilder, liebe Magdalena. Auch wenn mich die Kraft der Natur doch erschüttert hat, die armen Menschen. Besonders gut hat mir das Foto der Robbe gefallen. Unglaublich, wie nah Du dran warst. Ganz liebe Grüße, Nicole

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