Navigationsleiste

Freitag, 11. Oktober 2019

Friday-Flowerday 41/19

Helga sammelt wieder Freitagsblumen und ich genieße noch einmal Asternpracht. Der Regen hat den Astern nichts anhaben können und ich habe einen großen Strauß ins Haus geholt.










Habt ein schönes Wochenende!
Diese Gartenschätze schicke ich auch zu Loretta und Wolfgang zum Gartenglück. Lange wird die Pracht nicht mehr halten.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Meine Woche 40/19

Mal läuft's nicht gut und mal noch schlechter. Diese Woche war ich eigentlich nur mit Tee trinken, inhalieren und Tabletten schlucken beschäftigt. Ich habe mir eine deftige Bronchitis angelacht. Deshalb fällt meine Teilnahme an Andreas Kaffeeplausch eher kurzatmig aus.



Aber immerhin konnte ich ein wenig in meinen Bücherregalen stöbern. Andrea hat das Monatsmotto Bücher ausgegeben. Das ist wohl ein Thema für mich. Aber da ich auf dem letzten Loch pfeife, fange ich ganz bescheiden an.


Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie viele der Bücher in meinen Regalen heute überhaupt noch bekannt sind oder sogar gelesen werden.  Gertrud von le Fort gehört sicher zu den inzwischen relativ unbekannten Schriftstellerinnen. Ich möchte Astrid mit ihren spannenden Frauenporträts nicht ins Handwerk pfuschen. Deshalb nur ganz kurz: Gertrud von le Fort entstammte einer hugenottischen Familie, studierte zunächst u. a. evangelische Theologie, konvertierte später zum Katholizismus. Sie gehörte einer europäischen sozialkritischen, philosophischen, literarischen katholischen Bewegung an: dem Renouveau catholique, was so viel wie Erneuerung bedeutet. Diese Bewegung ist immer auf den Philosophie- und Literaturbereich beschränkt geblieben. Interessant ist vor allem, wer diesem Kreis angehörte: Paul Claudel, Georges Bernanos, Stefan Andres, Werner Bergengruen, Elisabeth Langgässer, T.S.Eliot, Graham Greene, Evelyn Waugh, Franz Werfel u.v.m..

In der Geschichte "Die Letzte am Schafott" geht es um die Geschichte einer völlig angstbesetzten jungen Frau, die ihre Bestimmung in einem Kloster sucht, in dem Gefühl allen Anforderungen letztendlich wieder nicht zu genügen das Kloster wieder verlässt, in den Wirren der französischen Revolution in die Fänge der rigorosen Pariser Marktfrauen gerät und dann auf dem Höhepunkt von Gewalt und Anarchie ihren Mitschwestern auf das Schafott folgt und ihren Gesang, der mit der letzten Gehenkten abbricht, laut zu Ende zu bringen. Damit hat sie sozusagen, die sie immer beherrschende Angst besiegt. Das ist natürlich eine sehr verkürzte Schilderung.
Der französische Schriftsteller Georges Bernanos hat dieses Thema aufgegriffen und die Geschichte in eine Theaterfassung gebracht. Der deutsche Titel heißt "Die begnadete Angst". Das wiederum war die Vorlage für die Oper "Dialogues des carmélites" von Francis Poulenc.

Sehr viel leichtere Kost ist das Büchlein von Alan Bennett. Herrlich skurril und sehr unterhaltsam. Die Queen begegnet im Park von Buckingham Palace dem Bücherbus, wo ein Küchenjunge sich regelmäßig Bücher ausleiht. Der Junge empfiehlt ihr ein Buch, höflich liest sie es auch und bringt es natürlich brav zurück. Der Küchenjunge ist wieder da, die beiden kommen ins Gespräch und die Königin wird zur Leseratte, sehr zum Misfallen der Hofschranzen. Ein Buch, das ich einfach nur genossen habe.





Ich möchte auch endlich wieder an Novas T in die neue Woche teilnehmen. Da greife ich jetzt auf meine Bilder vom letzten Münchenaufenthalt zurück.



Wohin man kommt, seht ihr über der Tür. Es war mir ein Genuss.

Mit Tee und kuscheliger Decke konnte ich ein bißchen stricken. Aber ihr könnt an dem Chaosbild schon sehen, dass das alles nicht so sehr erfolgreich war.



So, ihr Lieben, ich huste jetzt mal weiter so vor mich hin und wünsche euch eine gute und entspannte Woche.

Freitag, 4. Oktober 2019

Friday-Flowerday 40/19

Es ist schon wieder Freitag und Helga sammelt Blumengrüße. Die Möglichkeit, Blumen im Garten zu sammeln, dürfte jetzt bald vorbei sein. Aber die schönen Rosatöne habe ich noch einmal genossen.









Habt ein schönes Wochenende!

Dienstag, 1. Oktober 2019

Mein September 2019

Diesmal schaffe ich es gerade noch, bei Birgitt meine Septembergedanken zu hinterlassen. Der September war extrem voll gepackt mit schönen und weniger schönen Terminen und Begegnungen. Ich war zweimal beim Sohn in Hamburg, einmal hat es sogar zu einem Konzertbesuch in der Elbphilharmonie gereicht. Ein Chorprojekt von Kent Nagano, Genuss pur.
Schönes Zusammensein mit der Familie, auch Begegnungen mit Freunden, einiges, was Sorgen macht, vieles, was Freude macht. Das warme Septemberwetter hat mir schöne Gartenzeit beschert. Ich habe sehr wenig fotografiert. Das merke ich jetzt, wo ich nach passenden Bildern suche.


Der Herbst ist definitiv da und der Regen ist absolut notwendig.
Habt eine schöne Zeit.

Samstag, 28. September 2019

Meine Woche 39/19

Bei herrlichem Spätsommerwetter fing die Woche bei der Büchermeile in Düsseldorf an. Natürlich bin ich nicht mit leeren Taschen nach Hause gefahren. Wenn man den Bummel dann noch mit Freunden gemeinsam machen kann, umso besser.



Diese Woche war auch wieder etwas mehr Ruhe möglich und so sind meine Strickarbeiten fortgeschritten. Eine Jacke aus sehr besonderer Wolle ist fertig, genau passend zur kühleren Jahreszeit, die Jacke für den Enkel wird wohl auch bald fertig. Ich bin sehr begeistert von der Methode, von oben nach unten zu stricken. Meine liebe Mutter hat das auch oft gemacht, aber ich hatte das völlig aus dem Blick verloren.



Für den Abend, wenn ich lieber nur noch so nebenbei stricke, habe ich mir Socken vorgenommen. Da ich immer kalte Füße habe und meine alten inzwischen etwas mitgenommen sind, macht das durchaus Sinn.

Die warme Jacke ist auch für mich. Wenn man an sich selbst ab und zu denkt, ist das auch kein Fehler.



Aus gegebenem Anlass habe ich mich noch einmal mit der amerikanischen Verfassung beschäftigt. Was sich da auf der anderen Seite des Ozeans abspielt, kann uns nur alle mit großer Sorge erfüllen.


Mehr Freude hat mir die Beschäftigung mit unseren kleinen Mitbewohnern gemacht. Das Buch hat mir der Schwiegersohn gegeben, der mich gerade in die Geheimnisse des Imkerns einweist.


In meiner Zettelwirtschaft habe ich ein sehr leckeres Apfelkuchenrezept gefunden.


Das Zusammensein mit den Enkeln muntert mich immer sehr auf. Was will man mehr, als wenn der 12-jährige Enkel sagt: Oma, bei Dir ist es immer so cool.
Dann wollen wir doch alle gerne coole bleiben, nicht wahr?

Hier noch das Kuchenrezept:

Für den Boden: 500g Mehl, 75g Butter, 75g Zucker, 2 Eier, 1P.Backpulver, 2-3 EL Wasser

alles zu einem Mürbteig verarbeiten, auf einem Blech ausrollen und 10 Min. bei 180° backen. Man kann natürlich auch eine Spring-oder Pieform nehmen.

Belag: 1kg Äpfel, 4 Päckchen Vanillepuddingpulver, 100g Zucker, 1 Prise Zimt, 750ml Apfelsaft, 750ml Weißwein, Semmelbrösel, Sahne

Äpfel schälen und in Spalten schneiden, ganz kurz mit 2EL des Zuckers und etwas Zimt andünsten, nicht zu weich werden lassen. Das Puddingpulver mit dem restlichen Zucker mit Apfelsaft und Wein verrühren und aufkochen, dann die Äpfel zugeben und noch einmal kurz kochen.
Den Mürbteig etwas abkühlen lassen, mit Semmelbrösel bestreuen, die Apfelcreme  darauf gleiten lassen und in den Kühlschrank stellen.
Wer möchte kann noch geröstete Mandeln oder karamellisierte Nüsse dazugeben.
Jetzt noch Sahne schlagen und genießen.

Jetzt schicke ich noch ganz liebe Grüße zu Andrea zum Samstagsplausch, an dem ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr teilgenommen habe.
Euch allen wünsche ich ein entspanntes Wochenende, ich lege jetzt die Füße hoch.

Freitag, 27. September 2019

Friday-Flowerday 39/19

Vor ein paar Tagen hatten wir herrliche Herbstsonne im Garten. Da habe ich mir mit den letzten sonnig strahlenden Blumen eine kleine Sonnenbank zusammengestellt.







Die Sonnensträußchen schicke ich zu Helga und Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 26. September 2019

DND oder Genuss vor dem Fenster

Ich weiß, hier war nix los, absolute Funkstille. Aber ich habe mehr nicht geschafft. Familienangelegenheiten, Termine, Termine.... Da brauchte ich einfach nur noch die Couch.
Jetzt versuche ich es nochmal, denn, ganz ehrlich, es hat mir was gefehlt.
Also fange ich mit dem schönen Naturdonnerstag an, den Jutta betreut.

Direkt vor unserem Wohnzimmerfenster steht ein Hibiskus, der uns jedes Jahr mit seinen herrlichen Blüten erfreut. Die letzten Sonnenstrahlen habe ich genutzt, um mir diese Farben für den Winter zu bewahren.










Liebe Jutta, ganz herzliche Grüße von mir.

Donnerstag, 22. August 2019

Ein besonderes Gebäude und DND

In meinem letzten Post habe ich ja schon einen weiteren Besuch im Dom zu Hildesheim angekündigt. Kirchen sind für mich Gebäude einer sehr besonderen Art. Sie erzählen von einem Grundbedürfnis der Menschen nach einer Stätte, die sie in welcher Form auch immer mit Gott in Verbindung bringen. Wie man das persönlich sieht, ist jedem selbst überlassen. Aber ich habe schon einige Male erlebt, dass mich solch ein Bau besonders berührt. Das hat wenig mit Frömmigkeit zu tun, eher damit, dass ich die besondere Gestaltung oft sehr bewegend finde. Interessanterweise habe ich solche Momente eher in ganz schlichten Bauten, wie z.B. in einer kleinen ganz einsam gelegenen schwedischen Holzkirche. Die überladenen Barockkirchen sind kunsthistorisch sicher interessant, berühren mich aber überhaupt nicht.Ich fühle mich eher von diesem überladenen Schmuckwerk erschlagen. Bei gotischen und romanischen Kirchen sieht das schon anders aus. Jedenfalls war mein erster Besuch im Hildesheimer Dom wirklich ergreifend. Als dann auch noch die wunderbare Klaisorgel unsere Familienhymne spielte, musste ich mich doch erstmal setzen.



Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 9. Jahrhundert. Danach hat es zahlreiche Neu- und Anbauten gegeben, Brandzerstörung usw. Aber die schlimmste Vernichtung geschah beim Bombenangriff 1945.
Das Hauptgebäude war komplett zerstört. Um den Wiederaufbau hat es zahlreiche und lang andauernde Querelen gegeben. Aber 2010 bis 2014 fand eine - wie ich finde - durchdachte und stimmige Sanierung statt. Es ist ein heller, schlichter aber in seiner Eleganz regelrecht inspirierender Kirchenraum entstanden.












Die beiden Kranzleuchter wurden im 11.Jh. gespendet und ich finde, sie passen perfekt in diesen Raum.



In einer kleinen Seitenkapelle habe ich dieses Kunstwerk entdeckt. Leider habe ich vergessen, mir den Namen des Künstlers zu merken.




Hinter der Apsis befindet sich ein wunderbarer Kreuzgang mit einem kleinen Friedhof und einer Kapelle, auch hier wieder die gleiche einladende Schlichtheit.



An der Außenwand der Apsis wächst der 1000-jährige Rosenstrauch. Viele Geschichten ranken sich darum. Die bekannteste ist wohl, dass der Strauch nach dem Bombenangriff komplett verbrannt war, aber tatsächlich hat der Strauch sich erholt und wieder angefangen auszutreiben. Ein kleines Wunder, das den Gläubigen viel bedeutet. Für mich ein Beispiel für die Kraft der Natur.




Auf dem Platz vor dem Dom steht diese Engelsfigur, wie ich finde nicht minder beeindruckend.
Leider waren wir so im Zeitdruck wegen wichtiger Termine, dass wir nicht länger bleiben konnten. Das Dommuseum wäre sicher auch einen Besuch wert. Mal sehen, vielleicht kommen wir wieder.


Den Rosenstrauch schicke ich zu Jutta, die dankenswerterweise den Naturdonnerstag wieder von Ghislana übernommen hat. Mal sehen, ob ich jetzt wieder regelmäßig schreiben kann, dann wäre ich gerne dabei.
Wer sich noch detaillierter informieren will, findet alles hier.
Zum Schluss möchte ich ganz spontan allen hier danken, die sich mit noch so kleinen Beiträgen für die Natur, für Gerechtigkeit und Demokratie, für Vielfalt und Toleranz einsetzen. Jedes Wort in diesem Sinne, jeder Hinweis, werden gebraucht. Ihr habt es sicher schon gesehen, Brasilien vernichtet die eigenen Ressourcen, der Herr im Weißen Haus zeigt einmal mehr, dass er den Verstand verloren hat, das Sterben im Mittelmeer geht weiter. Ich erlaube mir auch noch den Hinweis, dass eine sehr bekannte Schuhmarke mit den angeblich so bequemen Schuhen mit dem Baum im Namen für die AfD spendet. Diese Firma ist vor Jahren, als es die AfD noch gar nicht gab, schon durch die Nähe zu Rechtsextremen aufgefallen. Jeder muss selbst entscheiden, auf was er herumlatschen möchte.