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Dienstag, 14. Januar 2020

Aus dem Leben 1/20

https://aktion.campact.de/siemens/appell/empfehlen#form

Ich beginne mit einer Einladung an euch, die Unterschriftenaktion gegen Siemens zu unterschreiben.
Ich habe momentan das Gefühl totaler Hilflosigkeit und bemühe mich, im Kleinen etwas zu tun. Die neuesten Studien zeigen, wenn der Amazonaswald kollabiert und Großbrände wie in Australien zur Regel werden, wird die Lebensmittelversorgung der Welt zusammenbrechen. Auch in Mitteleuropa werden wir mit Dürrezeiten rechnen müssen. In den letzten beiden Sommern haben wir einen Vorgeschmack bekommen. Es wird auch zu einer anwachsenden Migration kommen. In unserer Gesellschaft gibt es unvorstellbaren Reichtum und bittere Armut. Zwei Beispiele dafür, wie politische Entscheidungen in die völlig falsche Richtung gehen, sind die Kindergeldregelung für HartzIV Empfänger und der Umgang der Bundesregierung mit den erneuerbaren Energien. Ausgerechnet die Ärmsten der Armen bekommen die Kindergelderhöhung nicht. Sie wird mit den HartzIV Zahlungen verrechnet. Dieses ganze Gerede von mehr Teilhabe ist völlig verlogen. Zusätzliche und dringend notwendige Betreuung an den Schulen scheitert am Personalmangel. Es hat sich nichts geändert. Die Schullaufbahn vieler Kinder scheitert an der Betreuung, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind. Das war vor 50 Jahren so und das ist heute immer noch so.
 Es ist nicht zu verstehen, wieso die Förderung der Solarenergie eingestellt wurde. Eigentlich müssten die Dächer der großen Städte mit Solarpaneelen abgedeckt sein. Einfache Mittel wie die Fassadenbegrünung werden als Eingriff ins Eigentumsrecht bekämpft. Windkraftanlagen können nicht gebaut werden, weil die Anwohner sich belästigt fühlen. Selbstverständlich muss ein Mindestabstand sein, aber 1km reicht. Wäre die Nachbarschaft eines Atomkraftwerkes recht? Der öffentliche Nahverkehr müsste dringend billiger werden, stattdessen werden Jahr für Jahr die Preise erhöht.
Ich bin auch der Meinung, dass innerdeutsche Flüge nicht nötig sind und die Luxusbedürfnisse reicher Mitbürger, die im Sommer mal schnell mit ihrem Flugzeug auf die ostfriesischen Inseln hoppen müssen, sollte man gründlich einschränken. Überhaupt fällt mir auf, dass es eine Bevölkerungsschicht gibt, die glaubt, dass die Erfüllung aller ihrer Bedürfnisse ein Grundrecht ist. Die Katastrophe in Australien wird uns alle einholen und wir können nur mit Appellen an die Industriebosse ein wenig Einfluss nehmen. Es ist schon verblüffend, mit welcher Arroganz ein Herr Kaeser auftritt und wie er dann doch an einem jungen Mädchen scheitert, das ihn schlicht auffordert, doch lieber Wissenschaftler in den Vorstand zu holen. Diese Herren haben sich zu sehr daran gewöhnt, dass ihre Machtbefugnisse sie zu allem berechtigen, was sie zu ihrem Ziel führt. Verantwortung ist da ein Fremdwort.
Wir können etwas tun, weniger Auto fahren, weniger Fleisch essen, weniger Plastik gebrauchen.....
Wirklich sehr effekitv ist es, die diversen Baumpflanzprojekte zu unterstützen. Möglichkeiten findet ihr hier.
Damit nicht alles nur in den schrecklichen Gedanken versinkt, schicke ich euch ein paar Gartenbilder. Ich freue mich immer, was es auch im Winter in unserem kleinen Garten zu entdecken gibt.









Vielleicht hilft es ja, von dem einen ein bisschen weniger, von dem anderen ein bisschen mehr. Da kann wohl jeder seinen Weg finden, wenn man nur ein wenig nachdenkt. Wir waren nie die großen Konsumenten. Das scheitert bei 5 Kindern schon am Geld. Unsere Flugreisen bewegen sich trotz unserer einzigen großen Reise vor 2 Jahren im einstelligen Bereich. Wesentlich wird neben unserem ganz privaten Verhalten sein, ob die Menschen verstehen, dass die Wahl eines bestimmten Typs von Politiker, unsere Lebensgrundlage vernichten wird.
Gerade ist mir aufgefallen, dass mein Post vielleicht zum Monatsmotto von Andrea passt, nämlich, was wollen wir mehr, was wollen wir weniger tun.
Letztendlich ist für mich auch wichtig: trotz aller Sorgen weniger düstere Gedanken und mehr Zuversicht, wenigstens versuchen.

Kommentare:

  1. Wenn jeder über seinen eigenen persönlichen Beitrag an Mehr und Weniger in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz nachdenken und dann auch leisten würde, dann gäbe es auch Grund zu mehr Zuversicht.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ich habe deinen Text gerne gelesen. Ja - es gibt viel zu hinterfragen, zu ändern, zu tun.
    Am liebsten alles gestern als morgen.
    Und dann tut es gerade auch gut deine schönen Bilder zu sehen :-)

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  3. Ich spamme seit Tagen Siemens' Postfach zu mit Fragen, Warnungen und Statements aus aller Welt. Diese Arroganz ist ganz schrecklich, die der Macht und des Reichtums ebenso wie die so vieler gleichgültiger Normalbürger "mein Geld gebe ich aus, wofür ich will, ich gönne mir, was ich will, ich lasse mir doch von Grünen meine Freiheit nicht beschränken"... Durch den Garten oder in die Natur zu gehen, tut immer gut. Auch wenn wir da draußen nun auch öfter Fragen gestellt bekommen... Auch unser Freiberger Stadtwald ist in seinen Monokulturbereichen stark vom Fichtensterben betroffen. Die Bäume werfen uns die Nadeln als weichen Teppich vor die Füße. Ein ganz seltsam beklemmender Spaziergang war das am Wochenende, auch wenn die vielen sich naturverjüngenden Bereiche dann auch wieder aufatmen und hoffen lassen. Lieben Gruß Ghislana

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    1. Tja, das geht mir genauso. Am meisten ärgere ich mich über den sogenannten Otto Normalverbraucher. Mit den dummen Sprüchen könnte ich Bücher füllen. Aber immerhin hat mir mein ältester Sohn versichert, dass Schreiben an die Politiker durchaus Sinn machen, auch wenn man immer allgemeines Blabla zurückbekommt. Wenn viele sich beteiligen, entsteht durchaus Druck. Also: durchhalten.
      Magdalena

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  4. So schöne Gartenfotos - ja die brauche ich auch nach dem Lesen! Natürlich sofort unterzeichnet. - Weniger Sorgen und mehr Zuversícht ist ein gutes Motto, vielleicht ergänzt durch" mehr Selbstwirksamkeit und weniger Hilflosigkeit", die ich allerdings jetzt oft empfinde. Auch der abgestorbene knochentrockene Harzwald wird ganz sicher bald in Flammen aufgehn und vom Niederschlag hier ist es jetzt schon wieder fast wie im Sommer: nix nix nix und Grundwasser sinkt immer weiter.
    Aber nein, jetzt freue mich mich lieber dasz die Sonne scheint und sende Dir etwas davon
    LG Mascha

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  5. Liebe Magdalena,
    als Familie sind wir niemals geflogen, bei vier Kindern hätten wir uns das nicht leisten könnten.
    Ich bin stolz darauf, dass meine Söhne inzwischen umweltbewußte junge Männer geworden sind, nicht wahllos konsumieren, ehrenamtlich tätig sind und sich für Schwächere Mitmenschen einsetzen.
    herzlich Margot

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