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Mittwoch, 20. Juni 2018

Wollen wir das?

 Wie Astrid befinde ich mich in einem Zustand von großer Sorge und unsäglichem Zorn angesichts der Verantwortungslosigkeit bayerischer "Politiker". Ich setze dieses Wort bewusst in Anführungszeichen, denn diese Herren  der CSU erfüllen die Qualitätsansprüche an eine solche Tätigkeit nicht mehr. Verantwortung für jedermann, die Rechte jedes Menschen schützen, zum Wohle des Volkes, zur Bewahrung der Demokratie ..., diesen Anforderungen sind die leitenden Herren der CSU nicht mehr gewachsen. Dazu kommen die Nachrichten aus Italien, aus den USA, auf die man nur noch mit blankem Entsetzen reagieren kann.
Es macht mich zutiefst betroffen, wenn ich auch in den Kommentaren der Bloggerwelt lese, dass man durchaus Verständnis hat für die Menschen, die die Rechtsradikalen verstehen, weil die Zustände in den Schulen alarmierend sind, weil nichts gegen die Wohnungsnot getan wird, weil die Zustände in der Pflege alarmierend sind, dann werden meine Sorgen immer größer. Das hatten wir doch schon mal, nur damals war es das "Weltjudentum", das an allem schuld war. Den Menschen ging es schlecht, viel schlechter als heute und sie glaubten, der Kampf gegen die angeblichen Feinde wäre die Lösung der Probleme. Wohin diese Lösung geführt hat, wissen wir doch alle oder ist das schon vergessen? Wer glaubt, dass die Hetze gegen Flüchtlinge die Lösung der gesellschaftlichen Probleme sei und wer dann empört ist, wenn er als rechtsradikal oder Nazi beschimpft wird, der beklagt sich zu unrecht. Er bekennt sich ja zu genau diesen plakativen "Lösungen", dann soll er sich auch zu dieser Gesinnung bekennen.
An den Zuständen in der Pflege, an unseren Schulen, bei der Wohnungsnot... sind nicht die Flüchtlinge schuld. Wer mit den AfD-Leuten sympathisiert, sympathisiert mit notorischen Lügnern und Geschichtsvergessenen. Da gibt es nichts zu beschönigen. Ja, vieles liegt im Argen auch in unserem reichen Land. Aber es gibt genügend demokratische Parteien, die man wählen kann und es gibt ja auch noch die Möglichkeit, sich selbst zu engagieren. Immer wieder begegne ich der Einstellung,der Staat und wir, als wären das 2 Gegenüber. Der Staat, das sind wir. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass die Politiker gewählt werden, die sich verantwortungsbewusst verhalten, die den Auftrag des Grundgesetzes wirklich verstanden haben. Das alles ist äußerst mühsam. Ich kenne Politiker verschiedener Parteien, die sich wirklich engagieren, die bis an die Grenzen ihrer Kräfte arbeiten, die nicht für sich in Anspruch nehmen, alles richtig zu machen, aber denen die Werte der Demokratie hoch und heilig sind. Da hat jeder Wähler die Entscheidung in der Hand. Es ist alles da zwischen Konservativ und Links. Rechtsradikal geht gar nicht! Hetzer sind nie die Lösung, sie sind das Problem.

Ich wollte mich nie wieder schämen, Deutsche zu sein. Momentan bin ich nicht sicher, ob es doch nochmal so weit kommt.

Erfreulicherweise gibt es Menschen, die ihre Stimme erheben oder die für solide Informationen sorgen:



Wenn der amerikanische Präsident (mal wieder) den Bezug zur Wahrheit verliert:

Fakten helfen


Ich könnte noch seitenweise schreiben, dass all das, was CSU-Politiker fordern, bereits nach der aktuellen Gesetzeslage möglich ist. Diese ganze Stimmungsmache erinnert fatal an die schrittweise Zerstörung der Demokratie in Polen und Ungarn. Wollen wir das?

Sonntag, 17. Juni 2018

Reisegrüße 11

Von der Westküste haben wir uns aufgemacht Richtung Christchurch. Es gibt 3 große Pässe, über die man die Südinsel queren kann, der nördlichste ist der Lewis Pass. Ursprünglich wollten wir von Motueka aus an der Ostküste entlang fahren. Das ging aber wegen der Zerstörungen durch den Zyklon nicht. Also haben wir uns auf den Weg über den Lewis Pass gemacht. Zunächst ging es am Grey River entlang. Schon auf den ersten Kilometern wurde sichtbar, wie wild diese Landschaft ist. Wir sind lange am riesigen Flusstal entlang gefahren und dann langsam immer höher in die Berge. Das Motel, in dem wir eigentlich übernachten wollten, war ausgebucht. Also mussten wir notgedrungen weiterfahren und haben uns schon auf eine lange Fahrt durch die Dunkelheit eingestellt, was bei den engen kurvenreichen Straßen nicht unbedingt ein Vergnügen ist. Aber, wir hatten Glück. Plötzlich tauchte mitten im Gebirge ein Schild auf: Maruia Springs, Hotel und Caravan Park. Und was soll ich sagen? Sehr freundlich wurden wir empfangen, bekamen ein richtiges Wohlfühlzimmer und das Beste: Das Hotel liegt in einem Gebiet mit heißen Quellen und wir konnten die natürlichen Felsenbecken nutzen und es uns richtig gut gehen lassen. Das Wasser kommt 62° heiß aus der Erde und wird auf 42° runtergekühlt.






Nach der Passhöhe öffnete sich das Tal, war aber mit seiner menschenleeren Weite nicht minder beeindruckend.





Unser Ziel war Kaikoura an der Ostküste, Zentrum von Wal- und Delphintouren. Da die Wettervorhersage schwere Stürme ankündigte, haben wir die erstbeste Gelegenheit genutzt, um eine Whalewatching Tour zu machen. Bei schwerer See ging es raus. Uns macht das nichts, aber einige Teilnehmer haben sehr gelitten. Wobei ich sagen muss, dass ich bei dem Seegang das Schiff nicht betreten hätte, wenn ich wüsste, dass ich leicht seekrank werde. Die Mannschaft hat auch mehrfach nachgefragt. Na ja, sie haben sich dann liebevoll um die Ärmsten gekümmert.



Nach geduldiger Suche tauchte tatsächlich ein Wal auf. Nur männliche Wale kommen in diese Bucht. Für die Weibchen sind die Gewässer zu kalt. Zur Paarungszeit machen sich die Männchen auf den weiten Weg, u.a. Richtung Indonesien. Sie werden alle sorgfältig beobachtet. Dieser heißt Tutu und kommt schon seit über 20 Jahren regelmäßig nach Kaikoura.










Wir waren sehr zufrieden und wünschen diesen Tieren noch ein langes Leben.




Auf der Rückfahrt wurden wir noch von Delphinen begleitet. Die sind so verspielt und schnell, dass es sehr schwierig ist, sie zu fotografieren. Deshalb bin ich ein bisschen stolz auf diese 2 Bilder.


Auch mit Wolken eine wunderbare Landschaft.

Sonntag, 10. Juni 2018

Garten-und Ausflugswoche 23/18

Es fing im Grünen an und hörte im Grünen auf. Die Woche begann mit Ausflug zum Schloss Moyland, sicher eine der schönsten Anlagen am Niederrhein. Es gab einen kleinen Kräutermarkt und wir haben uns Kaffee und Kuchen gegönnt.







Endlich wieder genäht.




Weiter Stoffe sortiert und immer noch nicht fertig, ächz!



Die Puppen der Prinzessin zum Ferienaufenthalt geholt. Sie brauchen neue Kleider.


Fast alle Blumentöpfe neu bepflanzt.




zum Verschrotten zu schade - Abfallprodukte einer Ausgrabung, von der Tochter gesammelt







Ein Ausflug nach Münster zur Tochter, immer schön.



Reibekuchen auf dem Wochenmarkt, ein Muss.



In Münster ein Besuch in einem meiner Lieblingsläden (Hallo Astrid!😊)



Man muss sich mal was gönnen.

Und am Wochenende bei der Rückkehr eine sooo schöne Überraschung: eine wunderschön gestaltete Doppelkarte von Claudia. Vielen, vielen Dank!
Die Gartenbilder schicke ich zu Loretta und Wolfgang und dann setze ich mich zu Andrea zum Samstagsplausch.

Samstag, 9. Juni 2018

Reisegrüße 10

Was Naturgewalten anrichten können, haben wir bei unserem Besuch auf Rabbit Island erlebt. Man kann auf den Bildern gut erkennen, dass Teile der Uferpromenade weggespült wurden. Aber nach 2 Wochen waren schon wieder viele Menschen am Strand und genossen das schöne Wetter.



Das war ein Paradies für Menschen, die schöne Dinge aus Treibholz anfertigen. Ich hätte mir am liebsten einen Koffer voll mitgenommen. Aber wenigstens habe ich ein paar Schneckenhäuser eingepackt.


Hier könnt ihr die Schätze sehen, die ich hier gesucht und gefunden habe. Ich finde, auf dem Blau der Glasschale machen sie sich gut.




Die Bewohner dieses Hauses haben viel Glück gehabt, der Erdrutsch hat nur die Rückwand erreicht.


Von Motueka aus haben wir uns auf den Weg in die Berge gemacht, und was für Berge.



Lake Rotorua, Stille erleben


Maruia Falls


Lake Rotoiti, hier entspringt der Buller River und macht sich auf den Weg zur Westküste. Diesem Weg sind wir gefolgt.




Das Ziel war Cape Foulwind. Die Westküste Neuseelands ist wild, heftigen Winden von der tasmanischen See ausgesetzt. Das Wort "Foulwind" ist eine sehr treffende Bezeichnung.










In der Nähe gibt es eine große Fursealcolonie. Ihr könnt deutlich das Fell erkennen.


Wir nähern uns den Pancake Rocks.


Ihr seht, es geht nicht um Hügelchen.



Unterhalb der Felsen verläuft die Straße, daneben das Meer und wenn ein Zyklon sich austobt, reißt er die Hälfte der Straße weg.




Hier könnt ihr gut erkennen, warum die Felsen  Pancake Rocks heißen.





In der Mitte könnt ihr die Blowholes erkennen, die wuchtigen Wellen werden durch die Felsspalten gedrückt und schießen dann durch die Öffnungen nach oben.






Und dann kam das Unwetter. Mit dieser Küste verbinden sich viele aufregende und unheimliche Geschichten. Wen wundert's?