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Donnerstag, 22. August 2019

Ein besonderes Gebäude und DND

In meinem letzten Post habe ich ja schon einen weiteren Besuch im Dom zu Hildesheim angekündigt. Kirchen sind für mich Gebäude einer sehr besonderen Art. Sie erzählen von einem Grundbedürfnis der Menschen nach einer Stätte, die sie in welcher Form auch immer mit Gott in Verbindung bringen. Wie man das persönlich sieht, ist jedem selbst überlassen. Aber ich habe schon einige Male erlebt, dass mich solch ein Bau besonders berührt. Das hat wenig mit Frömmigkeit zu tun, eher damit, dass ich die besondere Gestaltung oft sehr bewegend finde. Interessanterweise habe ich solche Momente eher in ganz schlichten Bauten, wie z.B. in einer kleinen ganz einsam gelegenen schwedischen Holzkirche. Die überladenen Barockkirchen sind kunsthistorisch sicher interessant, berühren mich aber überhaupt nicht.Ich fühle mich eher von diesem überladenen Schmuckwerk erschlagen. Bei gotischen und romanischen Kirchen sieht das schon anders aus. Jedenfalls war mein erster Besuch im Hildesheimer Dom wirklich ergreifend. Als dann auch noch die wunderbare Klaisorgel unsere Familienhymne spielte, musste ich mich doch erstmal setzen.



Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 9. Jahrhundert. Danach hat es zahlreiche Neu- und Anbauten gegeben, Brandzerstörung usw. Aber die schlimmste Vernichtung geschah beim Bombenangriff 1945.
Das Hauptgebäude war komplett zerstört. Um den Wiederaufbau hat es zahlreiche und lang andauernde Querelen gegeben. Aber 2010 bis 2014 fand eine - wie ich finde - durchdachte und stimmige Sanierung statt. Es ist ein heller, schlichter aber in seiner Eleganz regelrecht inspirierender Kirchenraum entstanden.












Die beiden Kranzleuchter wurden im 11.Jh. gespendet und ich finde, sie passen perfekt in diesen Raum.



In einer kleinen Seitenkapelle habe ich dieses Kunstwerk entdeckt. Leider habe ich vergessen, mir den Namen des Künstlers zu merken.




Hinter der Apsis befindet sich ein wunderbarer Kreuzgang mit einem kleinen Friedhof und einer Kapelle, auch hier wieder die gleiche einladende Schlichtheit.



An der Außenwand der Apsis wächst der 1000-jährige Rosenstrauch. Viele Geschichten ranken sich darum. Die bekannteste ist wohl, dass der Strauch nach dem Bombenangriff komplett verbrannt war, aber tatsächlich hat der Strauch sich erholt und wieder angefangen auszutreiben. Ein kleines Wunder, das den Gläubigen viel bedeutet. Für mich ein Beispiel für die Kraft der Natur.




Auf dem Platz vor dem Dom steht diese Engelsfigur, wie ich finde nicht minder beeindruckend.
Leider waren wir so im Zeitdruck wegen wichtiger Termine, dass wir nicht länger bleiben konnten. Das Dommuseum wäre sicher auch einen Besuch wert. Mal sehen, vielleicht kommen wir wieder.


Den Rosenstrauch schicke ich zu Jutta, die dankenswerterweise den Naturdonnerstag wieder von Ghislana übernommen hat. Mal sehen, ob ich jetzt wieder regelmäßig schreiben kann, dann wäre ich gerne dabei.
Wer sich noch detaillierter informieren will, findet alles hier.
Zum Schluss möchte ich ganz spontan allen hier danken, die sich mit noch so kleinen Beiträgen für die Natur, für Gerechtigkeit und Demokratie, für Vielfalt und Toleranz einsetzen. Jedes Wort in diesem Sinne, jeder Hinweis, werden gebraucht. Ihr habt es sicher schon gesehen, Brasilien vernichtet die eigenen Ressourcen, der Herr im Weißen Haus zeigt einmal mehr, dass er den Verstand verloren hat, das Sterben im Mittelmeer geht weiter. Ich erlaube mir auch noch den Hinweis, dass eine sehr bekannte Schuhmarke mit den angeblich so bequemen Schuhen mit dem Baum im Namen für die AfD spendet. Diese Firma ist vor Jahren, als es die AfD noch gar nicht gab, schon durch die Nähe zu Rechtsextremen aufgefallen. Jeder muss selbst entscheiden, auf was er herumlatschen möchte.

Sonntag, 18. August 2019

Meine Woche


Wir waren in Familienangelegenheiten unterwegs in Ostwestfalen und Niedersachsen. Kleine Erholungsmomente haben wir uns an einem unserer liebsten Plätze an der Weser und auf dem Gartenmarkt von Kloster Corvey  gegönnt.





Auf dem weiteren Weg nach Niedersachsen haben wir einen Abstecher nach Hildesheim unternommen. Da wir terminlich gebunden waren, konnte es nur ein kurzer Besuch des Doms sein. Der hat sich allerdings gelohnt. Darüber werde ich noch ausführlich berichten. Die Innenansicht des Eingangsportals schicke ich zu Nova zum T in die Woche.




Ich konnte Tomaten, Zucchini und Möhren ernten. Leckeres Brot konnte ich backen. Ich habe wieder angefangen, regelmäßig Brot zu backen. Ist schon alles wieder aufgefuttert. Die Erntebilder schicke ich zu Loretta und Wolfgang zum Gartenglück.


Auf der Fensterbank habe ich Radieschensprossen gezogen. Lecker!





Für die Prinzessin habe ich ein Kleid genäht. Es wurde gleich ein neues bestellt.



Sogar Zeit fürs Lesen habe ich gefunden.


Bell und Harry ist ein wunderbares Buch über eine Jungenfreundschaft, sehr humorvoll und entspannt geschrieben. Die Commissario Brunetti Geschichten lese ich immer wieder sehr gerne. Ich mag den Schreibstil von Donna Leon, die ohne jede reißerische Effekte sehr spannende Geschichten erzählen kann.

DIE ZEIT von dieser Woche hat wieder einiges zu bieten. Eine ganze Seite mit sexistischen Sprüchen, die Frauen sich in ihrem Berufsleben anhören dürfen. Meine Töchter haben ja schon einiges erlebt, aber das übertrifft wirklich alles. Ein ausführlicher Artikel befasst sich mit dem Thema.
Außerdem ein ganzseitiger Bericht über das dunkle Kapitel der Nazizeit, den Versuch, die Spuren der schlimmsten Verbrechen zu vertuschen. Das erschüttert mich immer wieder und macht mich noch doppelt wütend auf jeden, der die AfD wählt. Es gibt dafür keine Entschuldigung.

Wir haben die Woche mit einem Photoabend über unsere wunderbare Australienreise beschlossen. Das war pures Vergnügen.
Euch allen wünsche ich eine entspannte neue Woche und schicke noch schnell Grüße zu Andrea.


Sonntag, 4. August 2019

Rückmeldung

Ich habe nicht gepostet und ich habe nicht kommentiert. Ich habe mit einer Medikamentenunverträglichkeit gekämpft, die meine ganze Kraft in Anspruch genommen hat. Die bleierne Müdigkeit und die Schmerzen haben sich verzogen. So kann ich mich heute mal wieder melden.
Ich grüße Nova mit einer Tür, die ich im Juni in der Altstadt von Salzburg entdeckt habe.


Vornehm muss sein.😊
Wir waren schon sehr oft in Salzburg, aber in diesem Jahr haben wir die Flucht ergriffen vor dem Lärm und den Menschenmassen. Der Besuch ist recht kurz ausgefallen.

Dann möchte ich einen Gartengruß an Loretta und Wolfgang schicken. Ich komme zwar mit der Gartenarbeit nicht nach, aber ich genieße die Blütenfülle und ein bisschen ernten können wir auch.  Die Bienen lieben unseren Kräutergarten. Der Schwiegersohn hat schon 58kg Honig geschleudert. Da ist die Tracht von dem Volk, das bei uns steht, noch gar nicht bei.






Unsere Geranien sind inzwischen 10 Jahre alt und erfreuen uns wieder mit dieser tollen Blütenpracht.


Über die Monbretien freue ich mich besonders, weil sie uns an unsere wunderbare Reise erinnern. In Australien wachsen sie in Mengen am Wegesrand.







Die Wildbienen mögen unsere Hosta sehr.


Ich wünsche euch allen eine entspannte Woche.

Samstag, 6. Juli 2019

Das Wetter und ich

Ich bin zum Faultier mutiert, was eigentlich gar nicht zu mir passt. Aber die schwüle Hitze hat mich besiegt. Deshalb war hier Funkstille. Ich hatte eine schöne Zeit mit den Enkeln, die zu Besuch kamen und war dem Onkel sehr dankbar, dass er mich und die Jugend ins Schwimmbad begleitet hat. Es wurde viel erzählt und gebastelt, gegrillt, im Garten getobt. Aber für Photos hat es nicht mehr gereicht. Ich bin abends einfach nur ins Bett gefallen.
Nach dem Enkelbesuch habe ich noch eine Holzwand gestrichen, Blumen umgetopft, jede Menge Unkraut gejätet und mich dabei über meinen üppig bunten Garten gefreut.








Auf der Fahrradtour zur Tochter bin ich an dieser wunderbaren Wiese vorbeigekommen.


Gelesen habe ich immerhin.


Die Autorin Mechtild Borrmann kannte ich noch gar nicht. Die Geschichte ist eigentlich ein Kriminalroman, aber es ist eine sehr gelungene Schilderung der furchtbaren Lebenslage der Menschen zum Ende des 2. Weltkrieges und danach.

Das Buch von Carmen Korn ist der 1. Band einer Trilogie und erzählt die Geschichte von 4 jungen Frauen am Ende des 1. Weltkrieges bis zum Ende der Nazizeit. Mich hat vor allem die Schilderung der eingeengten Lebenswelt der jungen Frauen beeindruckt. Ich habe vieles wiedererkannt, was meine Mutter mir erzählt hat.

Auch in dem Buch von Hiltrud Leenders geht es um das Schicksal eines jungen Mädchens, diesmal der Werdegang in den 50ger Jahren, die Enge eines Dorfes und die Enge einer ganzen Gesellschaft. Ich hatte es deutlich besser als die Romanfigur. Aber vieles konnte ich regelrecht fühlen und riechen, so stark waren die Erinnerungen.



Und dann habe ich mir ein Genussbuch geschenkt. Für alle, die gerne stricken und den Norden lieben - einfach schön.
So, jetzt regnet es. Welch ein Genuss!
Ich schicke die verschwitzte Woche zu Andrea zum Samstagsplausch. Übrigens: wundert euch nicht, wenn es mit meinen Kommentaren hapert, meine Leseliste ist zerschreddert. Fragt nicht warum, keine Ahnung. Ich suche mir jetzt alles wieder mühsam zusammen.
Die Bilder vom geliebten Garten schicke ich zu Loretta und Wolfgang zu ihrem Gartenglück.