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Sonntag, 23. September 2018

Genusswoche

Ganz spontan haben wir mit lieben Menschen ein paar Tage im Markgräfler Land verbracht. Schon oft haben wir die Weinernte dort gefeiert und mit netter Begleitung macht es doppelt Spaß. Viel angeregte Gespräche zur aktuellen Politik gehörten auch dazu. Es tut natürlich gut, wenn man mit Gleichgesinnten die Sorgen teilen kann.


Der Kurpark von Badenweiler mit der Burg.


Blütenschönheiten aus dem Park.


Der weite Blick Richtung Vogesen


Ein herrlicher Abend in der Winzerstube.


Ein Ausflug nach Freiburg ist immer ein Muss...


Ein Fenster im Münster


Die Blumenpracht auf dem Markt


Ein Schnappschuss aus der Winzergenossenschaft


Zum Abschluss des Spaziergangs durch die Weinberge ein herrlicher Sonnenuntergang über den Vogesen.


Breisach haben wir besucht. Das Tor des Münsters schicke ich zu Nova nach langer Zeit mal wieder.


Dieses kleine Wesen hat noch mal die Sonne genossen auf den warmen Steinen der Festungsmauer.
Die Bilder schicke ich zu Andrea zum Samstagsplausch und die bunten Blumen und das leuchtende Fenster grüßen die andere Andrea zu "Farbe in den Alltag bringen".
Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Woche und könnt euch auf eine neue freuen.

Samstag, 22. September 2018

Würde und Vernunft

Ich nehme fast an, dass den meisten von euch das Polittheater auf die Nerven geht. Ich versuche für mich nach Erklärungen für die Ereignisse und mir fällt außer unwürdiger Egomanie nichts ein. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht wichtige Themen wie Wohnungsnot, Rentensicherheit, Pflegenotstand, Kinderbetreuung, gute Bildung. Es ist ja auch nicht so, als gäbe es nicht verantwortungsvolle Politiker, die genau diese Themen angehen wollen. Es sei nur der Hinweis auf die Familienministerin Giffey erlaubt oder die durchaus berechtigte Mahnung des Justizministers Maas, dass die Bürger die Wohlfühlszene verlassen müssen und Position beziehen müssen. All das geht seit Monaten unter, weil ein gealterter bayrischer Politiker in seiner grenzenlosen Selbstverliebtheit jedes Maß verloren hat und offensichtlich davon besessen ist, der Kanzlerin und allen gegnerischen Politikern das Arbeiten unmöglich zu machen. Die Blauen, die eigentlich die Braunen sind, reiben sich die Hände und versuchen sich das Mäntelchen der Rechtschaffenheit umzuhängen. Inzwischen versuchen selbige Bl(r)au(n)e, systematisch gegen Lehrer vorzugehen, die im Politik- und Geschichtsunterricht ihre Schüler anleiten, sich sachlich und kritisch mit den Rechtsextremen auseinanderzusetzen. In Hamburg hat die AfD eine Plattform eröffnet, auf der Schüler aufgefordert werden, Lehrer zu denunzieren. Da kann  ich nur sagen: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. (Hoffmann von Fallersleben 1843)Und die noch größeren Lumpen sind die, die Minderjährige dazu anstiften. Da hilft auch das zerbeulte Landjunkersakko des gealterten Herrn nicht, der sich so gerne als biederer Opa präsentiert und doch nur ein gewissenloser Zündler ist.

Aber: Wie ist es möglich, dass 10-15% unserer Bürger glauben, diese Elendsgestalten würden ihr Leben verbessern? Ist es so schwer, sich zu informieren, genau hinzuhören? Und dann dieses Argument: Ich bin doch kein Nazi. Doch, wer diesen Leuten hinterherläuft, wer in Kauf nimmt, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion ausgegrenzt werden, der ist ein Nazi.

Es gibt erfreulicherweise Widerstand:

hier

Wir haben noch gelernt, dass Politiker der Würde ihres Amtes verpflichtet sind. Es wird Zeit, dass vor allem die CSU-Riege daran erinnert wird.

Astrid schreibt immer wieder über die politischen Sorgen und ich glaube, sie fragt sich genau wie ich, was wir hier schon bewirken können.  Aber vielleicht können wir wenigstens ein wenig informieren und aufmerksam machen und wenn man sich das mal zumutet, macht die kreative Welt wieder besonders viel Freude. Und wisst ihr was? Ich glaube, wer kreativ tätig ist, egal in welchem Bereich, der fällt auf platte Parolen nicht herein.
Von den Nachrichten aus der Politik mal abgesehen, hatte ich eine besonders schöne Woche. Davon berichte ich morgen. Aber wenigstens ein Bild soll schon mal gute Stimmung machen.




Dienstag, 11. September 2018

Nadel und Faden

Handarbeiten ist für mich immer sehr beruhigend. Bei mir steht momentan die Verarbeitung von Resten im Vordergrund, na ja, im Hintergrund konnte ich dann doch den einen oder anderen Zukauf nicht lassen.

Für den kleinen Enkel gab es eine neue Weste aus Wollresten.



Aus einem Rest Jersey gab es ein Oberteil und aus einem Rest Jeansstoff eine Hose.


Es wurde gleich noch eins aus dem Autostoff bestellt.






Den Stoff habe ich neu erworben. Er wird für ein Geburtstagsgeschenk gebraucht.

Am Wollladen konnte ich auch nicht vorbeigehen, es gab gerade die passenden Farben für ein Schultertuch.


Sonntag, 9. September 2018

Wochenende

Ein Wechselbad der Gefühle war das diese Woche. Viel habe ich mich über die grassierende politische Dummheit aufgeregt. Aber ich habe mich auch gefreut, zu sehen, dass es vielen anderen so geht, u.a. bei einem Treffen mit Studienfreunden. Genossen habe ich das Zusammensein mit dem Enkel, die Arbeit im Garten und das Handarbeiten. Also alles in allem eine gute Woche.






Die letzten Tomaten werden reif.



Wenn sie blühen, wird es Herbst.


Wie man sieht, gibt es viel zu tun.


Auf unserem Rasen wachsen Champignons. Gut oder schlecht?



Die Birnenschwemme der Tochter verarbeitet



Sehr viel Zeitung gelesen


Überlegt, welche Konzerte und Theateraufführungen wir sehen wollen


Mein erstes Low Carb Brot gebacken. Das Rezept habe ich von einem Studienfreund.


Mit Enkel und Schwiegersohn einen Ausflug mit der Bimmelbahn gemacht. Das war Spaß pur.

Die Gartenbilder schicke ich wieder zu Loretta und Wolfgang und ich besuche nach langer Zeit mal wieder Andrea bei ihrem Samstagsplausch.

Freitag, 7. September 2018

Herbstliche Pracht

Heute kann ich Helga mal wieder besuchen zu ihrem wöchentlichen Blumentag. Ein kleiner Rundgang durch den Garten hat mir gezeigt, dass es doch noch einiges zu sammeln gibt für die Vase.








Wisst ihr, was das zarte Gebilde ist? Es ist der Blütenstengel des Blattsalates. Schön, oder?
Die Freude über die Gartengewächse schicke ich auch zu Loretta und Wolfgang zur Gartenglückparty am Wochenende. Ich bin selbst manchmal überrascht, wieviel Gelassenheit mir die Arbeit im Garten gibt, obwohl ich zugeben muss, dass ich mir das inzwischen in kleine Häppchen einteilen muss. Egal, Hauptsache es hilft.

Donnerstag, 6. September 2018

Naturdonnderstag

Ghislana lädt zum Naturdonnerstag ein, heute geht es wieder um die Bäume. Ich nutze die Gelegenheit zu einem kleinen Rückblick auf unsere Reise nach Neuseeland. Ich habe u.a. hier und hier davon berichtet. In Neuseeland gibt es einen sehr besonderen Baum: den Kauribaum. Er wäre fast von den Inseln verschwunden, weil die ersten Siedler die riesigen Wälder abgeholzt haben, um Weideland für die Schafzucht zu schaffen. Bevor die Besiedlung durch die Weißen begann, breiteten sich riesige Kauriwälder vor allem über das Northland aus. Maori haben das Holz der Kauribäume immer für ihre Kanus und Häuser geschlagen, aber der Bestand war nie gefährdet. In knapp 100 Jahren war der Bestand fast vernichtet. Erst seit den 70ger Jahren gibt es immer größer werdende Anstrengungen, den Bestand zu erhalten und auch zu vergrößern. Leider breitet sich eine besondere Pilzkrankheit aus, deren Ursache noch nicht genau erforscht ist. Man versucht, die Ausbreitung zu verhindern, indem man an Beginn und Ende der Wanderwege Desinfektionsstationen aufstellt. Jeder muss dort seine Wanderschuhe reinigen und es ist streng verboten, die Wege zu verlassen. Allerdings muss man sagen, dass die Wälder so dicht sind, dass es kaum möglich ist, die Pfade zu verlassen. Es gibt inzwischen ein breites Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Naturschutz extrem wichtig ist. Aber es gibt auch einen erbitterten Kampf zwischen den Naturschützern und der kommerziellen Forstwirtschaft.




Dieses Boot ist aus einem einzigen Kauribaum geschnitzt. Neben dem Boot steht der Stumpf eines Kauribaumes, der ahnen lässt, wie mächtig die Bäume werden können.





Bei dem schönen Ausblick von Coromandel Island Richtung Auckland kann man das Dilemma gut erkennen: große Weideflächen umgeben von Douglasienpflanzungen, die hier überhaupt nicht hingehören, davor ein noch junger Kauribaum.




Die Bilder habe ich bei einer Tour mit einer kleinen Bimmelbahn gemacht. Das Photografieren war nicht einfach, weil man nur an wenigen Stellen aussteigen konnte.





Sonntag, 2. September 2018

Garten und Gegenwart

Ein Garten macht viel Arbeit, aber auch sehr viel Freude. Sehr aufgeräumt ist es bei uns nie, aber wir fühlen uns wohl und lassen uns manchmal auch überraschen, was sich selbst aussät oder manchmal auch nicht so gut gedeiht.






Die Rosen haben nochmal alles gegeben.



Diese Hortensie ist im letzten Jahr halb tot zu mir gekommen. Zu meiner Überraschung hat sie sich prachtvoll erholt.


Wie alles blüht auch die Herbstanemone früher und der Hibiskus bereitet auch schon die große Show vor,





Die Trauben hängen so voll, dass mein Mann an seinem Schreibtisch kaum noch Licht hat.
Diese Bilder habe ich vor ein paar Wochen gemacht und während ich den Post vorbereitet habe, habe ich beschlossen, eine Pause einzulegen.
Warum?  Weil ich angesichts der abstoßenden Gewalt der Rechtsradikalen, der dümmlichen Anbiederung der CSU an die rechtsradikale Szene, der Schamlosigkeit, mit der genau diese Szene in der Öffentlichkeit auftritt, mich gefragt habe: Was machen wir hier mit unseren wunderbaren Gartenbildern, den Berichten zu unseren Nähkünsten, der manchmal geradezu überbordenden Kreativität? Versteht mich bitte nicht falsch, ich kritisiere nicht die Freude an der Kreativität, die ist wunderbar und ich möchte sie nicht missen. Aber ich habe mich gefragt, ob ich die Zeit, die ich für das Bloggen brauche, für das Lesen und Kommentieren, nicht besser an anderer Stelle investiere. Mich würde auch interessieren, ob es euch manchmal ähnlich geht. Wenn ich die Berichterstattung sehe, werde ich fast depressiv und eigentlich habe ich gar keine Neigung dazu.

Beiträge von hier und hier und hier ermutigen, selbst mit der Kritik nicht zu warten. Das rechtsradikale Gedankengut findet sich in der gesamten Gesellschaft. Bisher habe ich mich immer, wenn ich bei sog. guten Bürgern solche oft durchaus dezent formulierte Parolen gehört habe, zurückgezogen. Das werde ich nicht mehr tun. Ich stimme unserem Justizminister zu. Wir müssen die bequeme Zurückhaltung aufgeben und viel lauter werden. Menschen, die sich aufführen wie der Pöbel in Chemnitz oder wie Vertreter der AfD in Sachsenhausen haben keinen Anspruch mehr auf Verständnis, sie haben nur noch einen Anspruch auf klare Ablehnung. Wie ich meinen Beitrag gestalten werde, weiß ich noch nicht ganz sicher. Auf jeden Fall werde ich zahlendes Mitglied einer DEMOKRATISCHEN Partei. Ich weiß, wie sich Politiker gerade auf der kommunalen Ebene abrackern,da kann der Mitgliedsbeitrag eine Form von Unterstützung sein. Es ist bequem, sich zurückzulehnen und auf "die da oben" zu schimpfen. Aber in der Gesellschaft muss klar werden, dass das "Ich" und "der Staat" kein Gegensatz sind, sondern, dass wir alle unseren kleinen Beitrag leisten müssen, damit dieser Staat ein Gemeinwesen ist, in dem wir alle friedlich miteinander leben können und wollen.
Bei all diesen Anstrengungen soll das Schöne nicht zu kurz kommen und deshalb gibt es noch aktuelle Bilder des leuchtenden Hibiskus.





Zum Schluss möchte ich euch noch einladen, Ghislana zu besuchen. Sie schildert die gesellschaftlichen Fragen sehr anschaulich. Und dann habe ich gerade gemerkt, dass ziemlich genau vor einem Jahr der Hibiskus schon einmal gegen die politischen Sorgen leuchten durfte, und zwar hier. Leider kann ich nicht feststellen, dass meine damaligen Sorgen verschwunden wären. Die Gartenbilder schicke ich in diesen schönen Garten.